Proteine, die Multitalente in unserem Körper
Proteine, also Eiweißstoffe, benötigt der Körper täglich. Es gibt kaum einen Prozess in unserem Körper, der nicht durch das Zusammenwirken von Proteinen bestimmt wird. Da ist es wenig erstaunlich, daß der Name vom Griechischen "protos" abgeleitet ist, was soviel wie "das Wichtigste" bedeutet. Proteine sind lebensnotwendige Baustoffe des Körpers und an der Bildung von sämtlichen Körperzellen sowie von Hormonen und Enzymen beteiligt.
Der Körper ist grundsätzlich in der Lage, Proteine selbst zu produzieren. In welchem Umfang hängt allerdings davon ab, welche und wie viele "Protein-Bausteine" (Aminosäuren) er dafür zur Verfügung hat. Die Aminosäuren können zwar zum größten Teil selber im Körper hergestellt werden ("nicht essentielle Aminosäuren"), einige müssen allerdings mit der Nahrung zugeführt werden ("essentielle Aminosäuren").
Je mehr dieser essentiellen Aminosäuren in einem Nahrungsprotein enthalten sind, desto höher ist seine "biologische Wertigkeit" – desto wertvoller ist dieses Nahrungsprotein also für die menschliche Ernährung.
Aufgrund der näheren Verwandtschaft zum Menschen sind tierische Lebensmittel die vergleichsweise wertvolleren Proteinlieferanten. Dies trifft in besonderem Maß für Hühnereier, Vollmilch, Fisch und mageres Fleisch zu. Unter den pflanzlichen Lebensmitteln sind Sojabohnen und Kartoffeln zu empfehlen. Aber auch Getreide und Hülsenfrüchte tragen zu einer guten Versorgung mit Protein bei.
Besonders hilfreich ist es, wenn Lebensmittel mit einer vergleichsweise niedrigen biologischen Wertigkeit mit Lebensmitteln einer höheren kombiniert werden. Sehr günstige solcher Kombinationen sind beispielsweise Getreide und Milch (Müsli) oder aber Kartoffeln und Ei (Bauernomelett).



