Energie für den Körper!
Kohlenhydrate (oder Kohlehydrate) bezeichnen eine Gruppe von organisch-chemischen Verbindungen, deren bekanntester Vertreter der Zucker ist. Aber auch die Ballaststoffe gehören aus chemischer Sicht zu den Kohlehydraten.
Kohlenhydrate sind ein wesentlicher Teil der menschlichen Nahrung deren wichtigste Aufgabe darin besteht, den menschlichen Körper schnell mit Energie zu versorgen. Beispielsweise kann das Gehirn zur Energieversorgung nur Traubenzucker (Glucose) verwerten.
Der Energiegehalt von 1 Gramm Kohlenhydraten beträgt rund 17,2 Kilojoule oder 4,1 Kilokalorien. Der Bedarf an Kohlenhydraten wird am gesündesten mit Brot, Müsli, Reis, Nudeln und Haferflocken gedeckt. Außerdem liefern Kartoffeln und Obst Kohlenhydrate. Reiner Zucker oder hoch ausgemahlene Mehle sind Nahrungsmittel, die außer Kohlenhydraten praktisch nährstofffrei und damit lediglich Kalorienlieferanten sind.
TIPP: Ähnlich einem Ofen, der über Nacht heruntergefahren wird, braucht das Gehirn nach der langen Nachtruhe Brennstoff, um wieder arbeiten zu können. Deshalb sollte das Frühstück vor allem reichlich Kohlenhydrate enthalten.
Werden mit der Nahrung mehr Kohlenhydrate zugeführt, als zur Deckung des Energiebedarfes erforderlich sind, wird ein (kleiner) Teil des Überschusses als (kleine) Energiereserve in Glykogen umgebaut und in der Leber und in den Muskelzellen abgespeichert. Der weitaus größere Teil des Überschusses wird dagegen in die Fettdepots eingelagert.
Zucker selbst, wird in drei Klassen eingeteilt:
- Einfachzucker oder Monosaccharide, z. B. Frucht- oder Traubenzucker
- Zweifachzucker oder Disaccharide, z. B. Malz-, Milch- oder Haushaltszucker
- Vielfachzucker oder Polysaccaride, z. B. pflanzliche und tierische Stärke.
Einfach- und Zweifachzucker liefern praktisch sofort Energie. Diese Zuckerarten sollten von Diabetikern (je nach Ausprägungsgrad der Erkrankung) nur sehr zurückhaltend verwendet werden, weil sie den Blutzuckerspiegel sofort erhöhen und damit auch sehr rasch Insulin erfordern. Eine Ausnahme stellt der Fruchtzucker (Fructose) dar, der unabhängig von Insulin verstoffwechselt wird und somit auch von Diabetikern verwendet werden kann.
Vielfachzucker müssen für die Verwertung erst aufgespalten werden. Deshalb erhöhen sie den Blutzuckerspiegel nur langsam.
TIPP: Spitzensportler greifen während einer Wettkampfpause gerne auf ein Stück Banane zurück – am liebsten dann, wenn sie am Stielansatz noch etwas grün ist. Dann ist der Stärkeanteil noch relativ hoch, der Zuckeranteil aber schon sehr ausgeprägt. Das bringt verloren gegangene Energie zurück und liefert noch eine kleine Reserve für die nächste Runde. Es gibt kaum einen besseren Powerriegel (und noch dazu so preiswert!).
Ein großes Problem sind versteckte Kohlenhydrate in Nahrungsmitteln, in denen wir sie nicht vermuten würden. Beispiele sind weißes Brot, Pizza, Ketchup, Getränke, aber auch Wurstwaren. Getränke enthalten sehr oft mehr Zucker als zum Beispiel Süßigkeiten. So enthält eine Dose Cola umgerechnet 12 Würfel Zucker. Aber auch Fruchtsäfte (auch Multivitaminsäfte) enthalten bereits von Natur aus reichlich Zucker - auch dann, wenn auf der Verpackung "ohne Zuckerzusatz" steht.



