Ballaststoffe sind alles andere als Ballast!
Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die der Körper nicht abbauen bzw. verdauen kann. Da sie auch keine Energie liefern oder vitaminähnliche Aufgaben übernehmen, galten sie lange Zeit als unerwünschter "Ballast". Die bekanntesten Vertreter sind die Cellulose und das Pektin. Sie, aber auch weitere Substanzen dieser Nährstoffgruppe quellen im Magen auf und sorgen somit für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl wodurch das Abnehmen und Gewichthalten erleichtert wird.
Weiterhin gelangen Ballaststoffe unverdaut in den Dickdarm, wo sie einerseits den dort lebenden Bakterien als Nahrung dienen. Andererseits lagern sie im Darm Wasser an und sorgen so für einen geschmeidigen Darminhalt und eine ständige „Beschäftigungs- und Massagetherapie“ für den Darm.
Ballaststoffe kommen ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Vollkornprodukte, Kartoffeln sowie Obst und Gemüse regen die Verdauung auf natürliche Weise an und helfen, Darmprobleme zu vermeiden.
Empfohlen werden mindestens 30 g Ballaststoffe als Tagesration, die in Deutschland im Durchschnitt allerdings mit 20 g deutlich unterschritten wird.
Ballaststoff-Anteile in 100 g Nahrungsmittel (gerundet):
- Haferflocken 10 g
- Weizenkeime 17 g
- Weizenkleie 45 g
- Reis 5 g
- Knäckebrot 14 g
- Erbsen 17 g
- Mais 9 g
- Linsen 17 g
- Sojabohnen 22 g
- Bohnen, weiß 23 g
- Grünkohl 4 g
- Blumenkohl 26 g
- Karotten 12 g
- Pflaumen, getrocknet 5 g
- Vollkornnudeln 8 g
- Vollkornbrot 8 g



